Otto Lederer - Landtagskandidat 2013 Stimmkreis Rosenheim-West

Von der Praxis lernen - Otto Lederer im Gespräch zum Thema "Pflege"

Der CSU-Landtagskandidat Otto Lederer hat nun mit Vertretern der Pflegepolitik und -praxis über die Zukunft der Pflege diskutiert. Im Fokus standen dabei auch aktuelle Probleme.

Personalmangel und viel Bürokratie – mit diesen beiden Problemen kämpft derzeit die Pflegebranche in der Region. Das wurde auf der Diskussionsveranstaltung "Zukunft der Pflege" der CSU Rosenheim in Kolbermoor nun deutlich.

Auf dieser trafen Politik und Praxis der Pflege mit dem CSU-Landtagsabgeordneten und stellv. Vorsitzenden im
Sozialausschuss im Bayerischen Landtag, Joachim Unterländer, und dem Altenheimleiter von St. Franziskus in Kolbermoor, Jakob Hartmann, aufeinander. Moderiert wurde die Veranstaltung von dem CSU-Landtagskandidaten Otto Lederer, der betonte, wie wichtig ihm auch nach elf Jahren als Bürgermeister von Tuntenhausen die direkte Rückmeldung aus der Bevölkerung zu diesem Thema ist.

Dem Reden müssen auch Taten folgen - so sieht der Landtagsabgeordnete Unterländer zur Bekämpfung des fehlenden Pflegepersonals nur eine Chance: In der Gesellschaft muss der Stellenwert der Alten- und Krankenpflege erhöht werden. "Wir müssen das Image der Pflege verbessern! Wir dürfen die Pflege nicht durch Wegschauen definieren, sondern müssen sie als Bestandteil unseres Lebens sehen!" Auch die zum Teil schlechte Bezahlung und ein hoher Verwaltungsaufwand würden dazu beitragen, dass es immer weniger Pflegefachkräfte gebe.

Das bestätigte der Heimleiter Jakob Hartmann, der - trotz zahlreicher Bewerbungen - Schwierigkeiten habe, fachlich gutes Personal für sein Altenheim zu finden. Er fordert deshalb von der Politik, die Pflegekräfte in ihrer Arbeit zu unterstützen und erst dann über die Qualität der Pflege zu sprechen oder sie zu bemängeln.

Auf der anderen Seite werden für die Alten und Kranken individuelle Pflegemodelle in Zukunft immer wichtiger werden. Wie der Landtagskandidat Otto Lederer anmerkte, steigt das durchschnittliche Eintrittsalter in die Pflegebedürftigkeit ständig. "Die Pflege muss sich darauf einstellen", erklärte der Heimleiter von St. Franziskus, Jakob Hartmann. Von möglichen Modellen dazu sprach der Landtagsabgeordnete Unterländer, in denen Wohnen und Pflege stärker miteinander verknüpft werden – darunter zum Beispiel Genossenschaften zum Wohnen im Alter, Wohngemeinschaften für demenziell Erkrankte und Hausgemeinschaften in Pflegeeinrichtungen.

Ziel der Veranstaltung war es die Pflegepolitik mit der -praxis zu verknüpfen.  Wie die CSU-Landtagsabgeordnete Annemarie Biechl es in Kolbermoor treffend ausdrückte: "Wir müssen von der Praxis lernen, von dort den Input bekommen!" Nur dann ist es möglich zu sehen, ob die Pflegepolitik auch in der Praxis anwendbar ist, so Biechl abschließend.