Otto Lederer - Landtagskandidat 2013 Stimmkreis Rosenheim-West

„Rosenheimer Modell“ – ein weiterer Baustein für die Zukunft des bayerischen Gymnasiums

AKS Rosenheimer ModellZwei Gymnasien im Rosenheimer Raum starten im kommenden Schuljahr mit einem weiteren Gymnasialmodell als zusätzliche Alternative zur Mittelstufe plus. Das sogenannte „Rosenheimer Modell“, welches vom Arbeitskreis Schule, Bildung und Sport der Stadt und des Landkreises Rosenheims (AKS) unter der Leitung von Peter Peltzer ausgearbeitet und vorgeschlagen wurde, ist inzwischen vom Bayerischen Kultusministerium genehmigt worden. Die Verhandlungen mit dem Kultusministerium bezüglich der Genehmigung der Kombination aus Einführungsklasse und Flexi-Jahr wurde von MdL Otto Lederer, Mitglied des Bildungsausschusses und Vorstandsmitglied des AKS, stark unterstützt.

Gymnasien in Aibling und in Rosenheim starten Modellversuch

Am Gymnasium in Bad Aibling und am Karolinengymnasium in Rosenheim können im kommenden Schuljahr Schülerinnen und Schüler vor dem Eintritt in die eigentliche Oberstufe (Qualifizierungsphase) eine „eingeschobene“ Klasse besuchen, um ihre Schwachpunkte auszugleichen und bekommen dadurch bis zum Abitur ein Jahr mehr Zeit. Diese zusätzliche Klasse können ebenfalls Absolventen und Absolventinnen der Realschule besuchen, welche durch dieses weitere Jahr an die Leistungsqualität des Gymnasiums herangeführt werden und im Anschluss ihr Abitur ablegen. Das erfolgreiche Modell der Einführungsklasse für Realschüler gibt es bereits seit Jahren und diente deshalb als Vorlage für das neue Gymnasialmodell.

"Möglichkeit für längeren Auslandsaufenthalt"

Otto Lederer sieht in diesem Konzept nicht nur das Angebot für Schülerinnen und Schülern mit gewissen Leistungsdefiziten, sondern dieser Ansatz bietet unter anderem auch die Möglichkeit, einen längeren Auslandsaufenthalt während der Schulzeit wahrnehmen zu können, ohne den Anschluss an das Leistungsniveau im Gymnasium zu verlieren.

Strukturdebatte muss beendet werden:

Aufgrund der neuen Debatten bezüglich G8/G9 und dem damals angekündigtem Volksbegehren der Freien Wähler fanden im Frühjahr 2014 bereits ersten Treffen zwischen dem Vorstand des AKS und den Schulleiterinnen und Schulleiter der Gymnasien der Stadt und des Landkreises Rosenheim statt. Bereits in der ersten Sitzung wurde deutlich, dass alle Beteiligten die Ursache für die G8/G9-Debatte in der übereilten Einführung des G8 sahen und in der Vergangenheit eine Reform des G9 befürwortet hätten. Es herrschte jedoch Einigkeit darüber, dass sich in den letzten Jahren das G8 durch viele Verbesserungen stabilisiert hat und deswegen eine Rückkehr zum G9 nicht mehr sinnvoll sei. Weitere Unruhen sollten vermieden und die Strukturdebatte beendet werden. Unabhängig davon sind weitere Optimierungen innerhalb des Systems begrüßenswert, weshalb der Vorschlag eines „Einführungsjahres“ als Kompromiss Anklang fand.

Zur Zugangsberechtigung:

Im Herbst 2014 wurde dieses Modell dann ausgearbeitet. Zwei Gymnasien aus der Region signalisierten umgehend ihr Interesse daran. Die wieder aufgenommenen Verhandlungen mit dem Kultusministerium führten Ende März 2015 zur Genehmigung des Modells. Zugangsberechtigt sind Absolventinnen und Absolventen der Realschule und Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse des Gymnasiums.

Abgeordneter Lederer und der gesamte AKS-Vorstand zeigen sich bereits optimistisch, dass viele der Schülerinnen und Schüler ihren weiteren Weg in die Oberstufe gut meistern werden.