Otto Lederer - Landtagskandidat 2013 Stimmkreis Rosenheim-West

Kriminalstatistik 2014: Bayern bleibt das sicherste Bundesland

Sicherheit 1 ARDie Polizeiliche Kriminalstatistik 2014 zeigt: Bayern ist und bleibt das sicherste Bundesland:

- In Bayern ist das Straftatenrisiko mit einer Kriminalitätsbelastung von 5.164 Straftaten pro 100.000 Einwohner (2013: 5.073) bundesweit am geringsten.

- Die bereits sehr gute Aufklärungsquote konnte auf 64,4 Prozent gesteigert werden (2013: 64,1 Prozent).

Damit haben wir deutschlandweit voraussichtlich auch die beste Aufklärungsquote. Darüber freue ich mich auch als Mitglied des für diesen Bereich zuständigen Landtagsausschusses für Innere Sicherheit sehr! Bundesweit wird regelmäßig nur etwas mehr als die Hälfte aller Straftaten aufgeklärt (2013: 54,5 Prozent).

Leichter Rückgang der Straftaten - ohne ausländerrechtliche Verstöße

Die Zahl der Straftaten in Bayern stieg im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent auf 650.868 (2013: 635.131 Fälle). Dieser Anstieg ist auf den starken Zustrom von Asylbewerbern zurückzuführen. So hat sich die Zahl der Verstöße gegen das Aufenthalts- und das Asylverfahrensgesetz von 23.852 auf 43.271 erhöht. Ohne diese ausländerrechtlichen Verstöße hätten wir 2014 einen leichten Rückgang der Straftaten um 0,6 Prozent verzeichnet. Den größten Anteil am gesamten Straftatenaufkommen nehmen die Diebstahlsdelikte (194.099 Fälle, +0,9 Prozent), gefolgt von den Vermögens- und Fälschungsdelikten (115.947 Fälle, +0,6 Prozent) ein.

Rückgang bei Gewaltkriminalität

Eine erfreuliche Entwicklung gab es bei der Gewaltkriminalität:

- Sie ging 2014 um 4 Prozent auf 19.229 Straftaten zurück. Vor zehn Jahren hatten wir noch 13 Prozent mehr Gewaltfälle.

39,1 Prozent der 19.730 überführten Gewalttäter waren alkoholisiert. Damit zeigt sich einmal mehr, dass Alkohol der Aggressionsverstärker Nummer Eins ist. Von den 115 Mordfällen, 2,5 Prozent weniger als 2013, wurden 2014 fast alle aufgeklärt (97,4 Prozent). Einen Fallzahlenrückgang gab es zudem bei den gefährlichen und schweren Körperverletzungen (15.481 Fälle, -3,6 Prozent) sowie bei den Raubdelikten (2.507 Fälle, -4,3 Prozent).

Regelung zur digitalen Spurensicherung erforderlich

Sehr deutlich ging 2014 in Bayern auch die Internetkriminalität zurück, um 12,5 Prozent auf 21.261 Straftaten. Eine Entwarnung gibt es aber bei der Internetkriminalität nicht. Der verursachte Schaden liegt mit rund 15 Millionen Euro (2013: 17 Millionen Euro) immer noch sehr hoch. Außerdem sind 2014 die Sexualstraftaten im Internet deutlich um 14,5 Prozent auf 1.025 Fälle angestiegen. Der sexuelle Missbrauch von Kindern übers Internet hat sich sogar im Vergleich zu 2013 um 57,8 Prozent auf 243 Taten erhöht. Nicht zufrieden ist Innenminister Joachim Herrmann mit der geringen Aufklärungsquote, die nur bei 46,8 Prozent liegt. „Zwar leisten unsere mehr als 300 Internetspezialisten bei der Bayerischen Polizei eine hervorragende Arbeit. Wir brauchen aber dringend eine vernünftige Regelung zur digitalen Spurensicherung, also Mindestspeicherfristen von Telekommunikationsverkehrsdaten. Nur dann haben unsere Ermittler das nötige Handwerkszeug, um auch die digitalen Spuren der Täter gerichtsfest nachverfolgen zu können."

Mehr aufgedeckte Rauschgiftfälle

Deutlich gestiegen ist die Zahl aufgedeckter Fälle von Rauschgiftkriminalität (insgesamt 38.939 Fälle, +8,4 Prozent). Das liegt vor allem an den verstärkten Polizeikontrollen. 2014 stellte die Bayerische Polizei insgesamt 29.718 Konsumeinheiten Ecstasy, 433,2 Kilogramm Marihuana, 172,5 Kilogramm Amphetamin, 74,9 Kilogramm Haschisch, 59,4 Kilogramm Kokain, 23,8 Kilogramm Heroin und 10,6 Kilogramm Crystal sicher. 359 Rauschgiftdelikte wurden an Schulen festgestellt und damit deutlich mehr als in den Vorjahren (2012: 260 Fälle; 2013: 320 Fälle). Bei 75 Prozent der an Schulen festgestellten Rauschgiftdelikte war Cannabis im Spiel. Auch die aus Tschechien importierte „Teufelsdroge Crystal“ ist weiterhin ein großes Problem. Rund ein Drittel der bayernweit insgesamt 3.098 Verstöße mit Crystal wurden im Grenzgebiet zu Tschechien festgestellt. 21 Personen seien 2014 daran in Bayern gestorben (2013: 18 Personen). Die Bekämpfung der gefährlichen Modedroge ist daher auch 2015 ein besonderer Schwerpunkt der Bayerischen Polizei.

Mehr Einbrüche - Einbruchssicherungen sind wirkungsvoll

Grund zur Sorge bereitet vor allem die Einbruchskriminalität. Bayernweit wurden 8.210 Fälle registriert (+28,6 Prozent). Dennoch ist in Bayern das Einbruchsrisiko mit 65 Einbrüchen pro 100.000 Einwohner erheblich geringer, als anderswo (Bundesdurchschnitt 2013: 186 Einbrüche). In Nordrhein-Westfalen beispielsweise liegt das Risiko, Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden, rund fünfmal so hoch (2013: 313 Wohnungseinbrüche pro 100.000 Einwohner). Innenminister Herrmann kündigte an, den Fahndungs- und Ermittlungsdruck gegen Einbrecherbanden weiter zu erhöhen.

Ich appelliere auch an alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Rosenheim, bei verdächtigen Beobachtungen sofort die Polizei über die kostenlose Nutrufnummer 110 zu verständigen. Darüber hinaus ist es unerlässlich auch die eigene Wohnung zu schützen. Dass rund 44 Prozent der Wohnungseinbrüche im Versuchsstadium stecken bleiben, zeigt, wie wirkungsvoll auch günstige Sicherungsmöglichkeiten wie spezielle Fensterverriegelungen sein können.